Ein erster Eindruck der Gemeinschaftlichkeit – Image und Feel der Fort Biennale 2026
Micaela Pinero
Image: Play
Play der Sektionen Think, Play, Dance und Act
Zeitraum
13. Juni – 08. November 2026
Hannes Egger, Andrea Lerda, Veronika Vascotto
Die zweite Ausgabe der FORT biennale ist eine Reise in vier Kapiteln.
Kuratiert und angeleitet von Hannes Egger, Andrea Lerda und Veronica Vascotto zieht erneut Neu- und Andersartigkeit im Dialog mit den massiven Mauern der Festung in die militärischen Räume ein. Eine pure Freude voller Gegensätze – und Gemeinschaft:
Gemeinschaftlichkeit steht über dem Konzept der dargestellten Kunst und den Inspirationen der Künster*innen: Togetherness leitet den Weg durch die diesjährige Ausgabe der Ausstellung für zeitgenössische Kunst in der Festung Franzensfeste.
Die Erzählung der diesjährigen Ausstellungsreihe ist eine Antwort auf die drängenden Herausforderungen der Gegenwart:
Von der Zunahme von Konflikten über die Ausbreitung autoritärer Systeme. Von der Klimakrise bis zur Krise der Menschenrechte. Von den Chancen der Digitalisierung bis zur Erosion zwischenmenschlicher Beziehungen.
Die Annahme: eine Entwicklung in dieser Welt ist nicht nur möglich, sie existiert bereits.
Uns neu als Wesen zu begreifen, die Teil einer einzigen globalen Gemeinschaft sind, die auf friedlichen Beziehungen zwischen Menschen und auf einer symbiotischen Koexistenz mit allem Nicht-Menschlichen beruht, ist der einzige Weg zum Überleben.
Die FORT biennale 2026 ist als kreatives, interaktives und offenes Dispositiv gedacht. Ein Instrument, um anderen Vorstellungswelten jenseits der dominierenden zeitgenössischen Paradigmen zu begegnen. Ein Raum kollektiver Imagination, in dem Empathie, Zuhören und Gemeinschaft geübt werden können.
Die Werke von rund zwanzig italienischen und internationalen Künstler*innen – mit besonderem Augenmerk auf die kreative Szene der Euregio Tirol-Südtirol-Trentino – werden in den Sektionen Think, Play, Dance und Act präsentiert, im Dialog mit den Stimmen von Forscher*innen von Eurac Research.
Bea Bonafini, Barbara Gamper, Hannes Egger, Michael Fliri, Ingrid Hora, Rosmarie Lukasser, Rebecca Moccia, Museo Wunderkammer, Josèfa Ntjam, Dan Perjovschi, Micaela Piñero, Micol Roubini, Marinella Senatore, Karin Schmuck, Tobias Tavella, Flaminia Veronesi, Maël Veisse, Maria Walcher, Mali Weil
Mit der Teilnahme von: Alpine Changemaker Network
Musiker:innen und Musikgruppen: Ardimann MC, AZURA, Badnessodong, Walther Beitaler, Benjamin, Boogie & Pie, Günther Rechenmacher, Dainty Crimem DJ, Enfant Terrible, Davide Rocco Fiorenza, Flòrt.exe DJ, Markus Gerstgrasser, Luis Höllrigl, INSOMNIAC, I-WITNESS, Veco Yellici, Lakki Lakkis & The Nerves, Mackerschreck DJ, Buba Marong, Moira, Nodo, Fally Moore, Uprising Mylz, Andreas Oberhofer, King Pata, Reflusso, Augustin Schöpf, SHOWGUN, Andrea Stark, Walter Weithaler, Gunther Wörmhart, Wicked & Bonny mit Conny Superior & Berise
Ein erster Eindruck der Gemeinschaftlichkeit – Image und Feel der Fort Biennale 2026
Play der Sektionen Think, Play, Dance und Act
In dieser Arbeit von Maria Walcher verflechten sich die uralten Pfade, entlang derer Schafhirten einst ihr Vieh über Grenzen hinweg auf neue Weiden trieben, mit den Migrationsrouten in Richtung Europa. Nach dem traditionellen Blaudruckverfahren wurden die wichtigsten Flüchtlingsrouten des Jahres 2015 auf dem Bauwollüberzug einer Wolldecke abgebildet, dazu von Hand die alten Schafhirtenpfade aufgestickt. Die Linien muten wie ein Sternbild an, das zugleich Orientierungspunkt und Symbol der Hoffnung sein kann.