Tag der zeitgenössischen Kunst

Zeitraum

04. Oktober um 10.00 bis 18.00 Uhr

Über die Veranstaltung

Die Festung Franzensfeste präsentiert in diesem Jahr zwei besondere Ausstellungen, die Fotografien bedeutender, international anerkannter Künstler ins Zentrum stellen:
Zum einen die Aufnahmen des Nordtiroler Fotografen Gregor Sailer zum Bau des Brenner Basistunnels, zum anderen die Werke von Hans-Günther Kaufmann, die sich – inspiriert von den drei monotheistischen Weltreligionen – mit den Themen Wasser, Ursprung und spirituelle Architektur auseinandersetzen.

Vor dem Hintergrund dieser beiden Ausstellungen wurde das Programm für den Tag der zeitgenössischen Kunst am Samstag, 4. Oktober 2025, entwickelt.

Licht und Schatten – Die Magie der Camera Obscura erleben

Hast du schon einmal durch ein winziges Loch in eine ganze Bildwelt geblickt? In unserem Workshop tauchst du ein in die Ursprünge der Fotografie und erlebst, wie aus Licht und Dunkelheit faszinierende Bilder entstehen – ganz ohne digitale Technik. Gemeinsam mit Silbersalz (Caroline Renzler und Fabian Haspinger) erkundest du die Grundlagen der Bildgestaltung: Motive, Komposition, Licht und Kontraste. Mit der Camera Obscura, der eigenen Dunkelkammer-Erfahrung und der Schwarzweiß-Fotografie wird Geschichte lebendig.

Das Besondere: Die analogen Fotografien, die du selbst vor Ort entwickelst, nimmst du am Ende als dein persönliches Kunstwerk mit nach Hause.

Die Camera Obscura und alle Materialien werden zur Verfügung gestellt.
Der Eintritt in die Festung (10–18 Uhr) sowie die Teilnahme am Workshop sind kostenlos.

Der Workshop ist Teil des Kids Culture Festivals 2025 und findet im Rahmen des Tags der zeitgenössischen Kunst von AMACI statt.

Unsere klassischen Formate & neue Workshops

Neben den bewährten, altersgerechten Festungsführungen stehen im Rahmen von Schule schaut Museum 2026 auch zwei neue Workshops zur Verfügung:

Workshop 1: Vorurteile

Ein interaktives Format, das Mechanismen von Vorurteilen sichtbar macht. Die Schüler:innen erkunden, wie Bilder im Kopf entstehen, wie sie wirken – und wie man sie kritisch hinterfragen kann.

Workshop 2: Nationalismus – „Stell dir vor: 1826 / 1926“

Dieser Workshop nutzt die heurige Fußball-Weltmeisterschaft als Ausgangspunkt, um über Staaten, Identität und Nationalismus ins Gespräch zu kommen.
Im historischen Teil wird erarbeitet, wie politische Grenzen und Zugehörigkeiten 1826 bzw. 1926 aussahen und wie sehr sie sich verändert haben.

Im anschließenden interaktiven Abschnitt wählen die Schüler:innen eine Nation aus und stellen ein Team mit aktuellen Spieler:innen zusammen – jedoch unter einer spannenden Einschränkung:
Sie dürfen nur Spieler:innen nominieren, die aus Gebieten stammen, die zu jenem historischen Jahr (1826 oder 1926) zur jeweiligen Nation gehörten.
Damit wird sichtbar, wie stark sich Grenzen, Identitäten und politische Räume verändern – und wie sehr Nationalismus ein konstruiertes, wandelbares Konzept ist.